Kapitel 1
Straucheln kann passieren und muss noch kein Grund zur Sorge sein. Aber stolpern könnte gefährlich werden...
Wir reden eigentlich von "Stolpern", meiner Meinung nach ist das nicht ganz korrekt. "Stolpern" und "straucheln" bezeichnen zwar beide ein kurzes Aus-dem-Gleichgewicht-Geraten beim Gehen, meist weil ein Fuss an etwas hängenbleibt oder der Tritt falsch gesetzt wird.
Straucheln bedeutet, ins Wanken zu geraten und kurz das Gleichgewicht zu verlieren, ohne notwendigerweise hinzufallen – das Pferd "fängt sich" wieder.
Stolpern: Der Fuss bleibt an einem Hindernis hängen dadurch gerät das Pferd aus dem Tritt. Im Normalfall vermeidet das Pferd den Sturz geschickt. Denn in der Wildbahn bedeutet das stürzen in Todesgefahr zu gelangen, wenn Jagdtiere in der Nähe sind. Wenn ein Pferd jedoch wirklich auf beide Knie stürzt und sich sogar noch das Maul verletzt, dann spätestens sollten die Alarmglocken schrillen.
Im Alltag reiten wir zu oft darüber, der Reiter sortiert sich kurz wieder im Sattel und es geht einfach weiter. Vielleicht war der Boden uneben, vielleicht lag ein Stein im Weg oder das Pferd war tatsächlich für einen Moment unaufmerksam.
Straucheln kann passieren und muss noch kein Grund zur Sorge sein. Aber stolpern könnte gefährlich werden...
Wir reden eigentlich von "Stolpern", meiner Meinung nach ist das nicht ganz korrekt. "Stolpern" und "straucheln" bezeichnen zwar beide ein kurzes Aus-dem-Gleichgewicht-Geraten beim Gehen, meist weil ein Fuss an etwas hängenbleibt oder der Tritt falsch gesetzt wird.
Straucheln bedeutet, ins Wanken zu geraten und kurz das Gleichgewicht zu verlieren, ohne notwendigerweise hinzufallen – das Pferd "fängt sich" wieder.
Stolpern: Der Fuss bleibt an einem Hindernis hängen dadurch gerät das Pferd aus dem Tritt. Im Normalfall vermeidet das Pferd den Sturz geschickt. Denn in der Wildbahn bedeutet das stürzen in Todesgefahr zu gelangen, wenn Jagdtiere in der Nähe sind. Wenn ein Pferd jedoch wirklich auf beide Knie stürzt und sich sogar noch das Maul verletzt, dann spätestens sollten die Alarmglocken schrillen.
Im Alltag reiten wir zu oft darüber, der Reiter sortiert sich kurz wieder im Sattel und es geht einfach weiter. Vielleicht war der Boden uneben, vielleicht lag ein Stein im Weg oder das Pferd war tatsächlich für einen Moment unaufmerksam.
Wenn ein Pferd jedoch regelmässig stolpert, häufiger mit demselben Vorderbein einknickt oder sich das Stolpern plötzlich häuft. Dann lohnt es sich, genauer hinzusehen.
Denn Stolpern ist zunächst nur das, was wir sehen. Es ist ein Symptom, keine Diagnose.
Interessant sind vor allem die Begleitumstände. Ein Pferd stolpert beispielsweise hauptsächlich im Trab, auf einer bestimmten Hand oder erst nach längerer Arbeit. Bei einem anderen tritt es vorwiegend unter dem Reiter auf, während an der Longe kaum etwas auffällt. Oder das Stolpern kann bewusst mit einer Hilfe oder beim Abwärts reiten ausgelöst werden. Wieder ein anderes bleibt häufig mit derselben Zehe hängen.
Solche Details können Hinweise liefern.
Die möglichen Zusammenhänge sind vielfältig. Hufe und Abrollverhalten gehören ebenso dazu wie Schmerzen im Bewegungsapparat. Auch Veränderungen an der Halswirbelsäule oder neurologische Störungen können mit Stolpern einhergehen. Bodenverhältnisse, Gleichgewicht und Belastung kommen als weitere Faktoren hinzu. Nicht zu vergessen ist die Ausrüstung sowie das Ausbildungskonzept.
Die häufig gehörte Erklärung, ein Pferd „hebe einfach die Füsse nicht richtig“, kann zwar sein. Sie beschreibt das sichtbare Problem, erklärt aber noch nicht dessen Entstehung.
Erst beobachten, dann beurteilen
Bei wiederholtem Stolpern hilft eine möglichst genaue Dokumentation. Gangart, Boden, Linienführung, betroffene Gliedmasse, Belastungsdauer und die Situation mit oder ohne Reiter können wichtige Informationen liefern.
Videos sind dafür ausgesprochen wertvoll. Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten und unter vergleichbaren Bedingungen machen Veränderungen sichtbar, die aus der Erinnerung heraus schnell verloren gehen.
Aus der pauschalen Aussage „Mein Pferd stolpert“ wird so eine verwertbare Beobachtung, mit dieser Information kann der Tierarzt oder die Therapeutin gezielt arbeiten.
Nicht einfach wegtrainieren
Im Training liegt es nahe, ein stolperndes Pferd aktiver vorwärts zu reiten, stärker aufzurichten oder mit Stangenarbeit zu mehr Aufmerksamkeit und Beinarbeit zu bringen.
Das kann im passenden Fall durchaus sinnvoll sein. Liegt dem Stolpern jedoch ein körperliches Problem zugrunde, setzt man möglicherweise am falschen Ende an.
Es werden diverse Kurse zu diesem Thema angeboten. Bevor wiederkehrendes Stolpern wegtrainiert wird, sollte vorher geklärt werden, ob das Pferd körperlich überhaupt in der Lage ist, die gewünschte Bewegung problemlos auszuführen.
Es werden diverse Kurse zu diesem Thema angeboten. Bevor wiederkehrendes Stolpern wegtrainiert wird, sollte vorher geklärt werden, ob das Pferd körperlich überhaupt in der Lage ist, die gewünschte Bewegung problemlos auszuführen.
Das Stolpern sehen wir. Die Ursache müssen wir erst finden.
👉 Lese im Kapitel 2 was die Hufstellung damit zu tun haben kann.
Wissen für alle
© Alle Rechte Fair Horse by Corinne Hauser
Weitere Informationen:
Pferdefütterung: www.bestofhorsehay.com
Pferdewissen und Pferdegesundheit: https://www.fairhorse.ch/wissen-fur-alle
👉 Lese im Kapitel 2 was die Hufstellung damit zu tun haben kann.
Wissen für alle
Weitere Informationen:
Pferdefütterung: www.bestofhorsehay.com
Pferdewissen und Pferdegesundheit: https://www.fairhorse.ch/wissen-fur-alle